Wichtigste IBU-News: Neue Satzungs: Neue Satzung

 

 Biathlon

 

Wichtigste IBU-News: neue Satzung

 

Antholz - Auf die wichtigste Neuerung bei der Internationalen Biathlon-Union konnten sowohl Exekutiv-Büro-Mitglied Ivor Lehotan  aus der Slowakei als auch

Pressesprecher Christian Winkler nur hinweisen. Am Abschlusstag  unserer Zusammenkunft wurde in München der außerordliche IBU-Kongress eröffnet.

 

Keine Neuigkeit konnten in Antholz die IBU-Vertreter in der Kausa des zurückgetretenen langjährigen IBU-Präsidenten Anders Besseberg (Norwegen) verkünden.  Gegen ihn waren Korruptionsvorwürfe und Doping-Verschleierung erhoben worden Gewusst haben davon soll auch die ehemalige Generalsekretärin Nicole Resch. Österreichsche Ermittlungsbehörden haben schon vor längerer Zeit Ermittlungen aufgenommen. Offensichtlich tun sie sich schwer, für Klarheit zu suchen und eine gerichtsfeste Anklage zu erheben. "Wir  als IBU wurden bisher nicht informiert, ob und wann die Untersuchungen beendet und ob Anklage erhoben wird", sagte Lehotan in der Südtirol-Arena. Zudem verwies er auf den beim Kongress vorgelegten External Review Commission (ERC).

 

 

 

Haupziel des Kongresses war eine neue Satzung für den Weltverband. Mit dem einstimmig verabschiedeten neuen IBU-Grundgesetz will die lange krisengeschüttelte IBU für mehr Transparenz, Ethik und Integrität sorgen. Neben der Einrichtung der sogenannten Biathlon Integrity Unit wurde auch ein neuer Integritätskodex verabschiedet. Zudem wurde die Präsidentenamtszeit und die der Vorstandsmitglieder auf drei Wahl-Perioden begrenzt. Außerdem müssen sich alle IBU-Offiziellen einem strengen Überprüfungsverfahren stellen. "Mit der Verabschiedung unserer neuen Verfassung, die sich an höchsten internationalen Standards orientiert, haben wir eine neue Ära für den Biathlonsport eingeleitet.  Transparenz und Integrität müssen bei allem, was wir tun, im Mittelpunkt stehen", sagte IBU-Präsident Olle Dahlin (Schweden). 

 

In dem von Jonathan Taylor, der Chefs QC, Chair of the External Review Commission (ERC), tauchen aber keine Namen auf. Bisher konnte die ERC offensichtlich auch nicht zur Klärung der Vorwürfe beitragen. In dem von der IBU nur in englischer Sprache verbreiteten Text Taylors heißt es: "
“The IBU’s new Constitution is at the cutting edge of best practice. The changes place the IBU at the forefront of good governance and send out a message to the world that the IBU is ready to be transparent and accountable. Everyone can have confidence that any potential issues will be dealt with by a strong independent body. This puts the IBU in the lead of sports governance and sets an example for others to follow.”
 
The IBU Integrity Code reinforces the existing ethics code and the Anti-Doping Rules, ensuring that not  only are protections put in place but also greater power is given to investigating and sanctioning breaches of the Code. The independent Biathlon Integrity Unit (BIU), which also secured unanimous approval, will be responsible for investing and prosecuting such cases and will centrally manage all integrity-related matters. As a further important check and balance, all 'judicial' decisions will be made entirely independently of the IBU and of the BIU. Allegations by the BIU of anti-doping rule violations will be adjudicated by the new Anti-Doping Division of the Court of Arbitration for Sport (CAS) and allegations by the BIU of non-doping violations will be adjudicated by the CAS Ordinary Division".

Wieder einmal stimmt die alte Theaterweisheit: "Der Vorhang ist gefallen. Die Unklarheiten bleiben". Dabei hätten Medien, Biathlon-Fans und Wintersport-Interessenten gern gewusst. Was in der Ära Besseberg passiert ist.

Uwe Jentzsch