Luis Mahlknecht hat Störversuche im Internet beobachtet

Weimar - Unser FN-Kollege Luis Mahlknecht aus Südtirol hat Stöhrversuche beobachtet, die nicht nur in Italien aufgetreten sind, sondern überall passieren können. Hier seine Mail zur Kenntnis an alle:

Liebe Kollegen im Forum Nordicum!

Ich muss Euch heute über einen Vorfall berichten, der sich nicht zum ersten Mal in Italien ereignet und die Bemühungen seriöser Journalisten zunichte macht. Es ist verwunderlich, was im Zusammenhang mit dem Biathlon und häufig auch mit anderen Wintersportarten passiert.

Auf der italienischen Wikipedia-Ausgabe findet man seit dem Weihnachtstag unter dem Stichwort "Gabriela Soukalova" die Information, es handle sich um eine ehemalige Biathletin aus der Tschechischen Republik, die jetzt Italienerin geworden ist, seit ihrm Rückzug vom Wettkampfsport in Rom lebt, dort verheiratet ist und Mutter von zwei Kindern ist.

Recherchen haben ergeben, dass - wie in einigen anderen Fällen schon passiert ist - die Betreiber eines Internetportals dahinter stecken könnten, die gezielt Desinformationen in die Welt setzen, um sich über andere Journalisten, die sich nur gelegentlich mit Biathlon oder Wintersport allgemein beschäftigen, lustig machen zu können. Und dann würden wieder "sie" als die großen Experten und Alleswisser da stehen.
Es ist nämlich so, dass bei der Biathlon Challenge auf Schalke und später auch beim Heimweltcup in Antholz die italienische RAI die Rechte erworben hat und eben über Biathlon berichten wird. Nach meiner Meinung - die auch von einigen anderen von mir kontaktierten Personen geteilt wird - wurden die Fehlinformationen gezielt gestreut (sonderbarerweise nur in der italienischen Version), um den beauftragten RAI-Reporter zu verunsichern.
Es ist schon seit längerer Zeit zu beobachten, dass Menschen mit Fake-Namen verschiedene Informationsportale und Foren "unterwandern", um die Menschen zu verunsichern, und um später darauf hinweisen zu können, sie seien die einzigen "Träger des Lichts" bzw. die einzigen wahren Experten.

Solche Vorgehensweisen, die sicherlich schwer nachweisbar sind, aber ganz bestimmt aus der einen Ecke stammen, widersprechen auch  ganz deutlich dem Prinzip einer journalistischen Ethik, auf die sich seriöse Menschen gerne berufen.

Gibt es da Wege, diesen Internet-Piraten das Handwerk zu legen?

Auf jeden Fall lege ich persönlich Wert darauf, dass möglichst viele Menschen wissen, was da alles auf dem Rücken unseres Sports und unserer Sportler ausgetragen wird.

Mit einem freundlichen Gruß an alle!

Luis Mahlknecht
Foto: Luis Mahlknecht (vorn links) beim Forum Nordicum 2015 in Szklarska Poreba