Lawinenschaden am Kulm erfolgreich beseitigt

Bad Mitterndorf - Im vergangenen Winter 2019 sorgten große Neuschneemengen für zufriedene Wintersportler einerseits, andererseits bereiteten sie auch große Probleme. So auch auf einer der größten Skiflugschanzen der Welt, dem Kulm, wo eine Lawine schlimme Schäden im Anlauf anrichtete. Laut Berechnungen waren es an die 600 Kubikmeter Schnee, dessen Gewicht die Anlaufspur stark beschädigten. Es mussten die Schäden der an der Master Track-Anlaufspur beseitigt sowie Glas- und Stahlbanden und Teile der Stahlkonstruktion erneuert werden. Im Zuge der Schadensbeseitigung wurde die von der Peter-Riedel GmbH aus dem sächsischen Raschu/Erzgebirge neu entwickelten Sicherheitsabdeckungen der Fräsen-Führungsschienen installiert. Mitte September erfolgte die Inspektion der FIS und das grüne Licht für die Benutzung des Anlaufs. Einem erfolgreichen und vor allem sicheren Skifliegen am Kulm steht somit - aus bautechnischer Sicht - nichts mehr im Wege. Das teilte der Betrieb aus Sachsen beim FN in Antholz mit.

Neue Lösung auch für Vereine
Wollte man bisher als Verein, Verband oder Veranstalter auf eine Eisspur umrüsten, musste man auf eine Mastertrack-Lösung aus dem Hause Riedel zurückgreifen. Dieses weltcuptaugliche System übersteigt jedoch sehr oft die Budgets der Schanzen-Betreiber. Deshalb entwickelte Peter Riedel GmbH vergangenen Winter ein völliges neues System, bei dem eine Kühlung in die preisgünstigere Clubtrack-Anlaufspur verbaut wird. Das neu entwickelte Kühlsystem ermöglicht einen noch effizienteren und wirtschaftlicheren Betrieb. Damit ist es gelungen, Vereinen und Verbänden den Zugang zu einer kostengünstigeren Variante der Eisspur zu ermöglichen. Die neu entwickelte Kühlung und die optimierte Fräse erfüllen höchste Qualitätsstandards und wurden erstmals diesen Winter in Vikersund auf der K65 verbaut. Die Schanze ist damit die erste in Norwegen, die das ganze Jahr über springbar ist und mit dem Sessellift für die Sportler eine komfortable Trainingsstätte bietet.

Mobile LED-Beleuchtung für Sprungschanzen

Zudem steht nun das weltweit erste mobile LED- Beleuchtungssystem für Skisprungschanzen zur Verfügung. Die LED-Leuchtelemente werden dabei entweder neben der Anlaufspur oder zwischen den Beinen des Skispringers verlegt. Damit ist es möglich, die Anlaufspur in diversen Veranstalter- oder Sponsorfarben zu beleuchten und so ein einzigartiges Ambiente zu erzeugen. Der Farbgebung sind dabei keine Grenzen gesetzt.
Die Ansteuerung der LEDs ist variabel und bei Bedarf mit der Startampel koppelbar. Von einer dauerhaften Beleuchtung über Blinken bis hin zu einem "Nachlaufen" des LED-Lichts hinter dem Springer in der Anlaufspur können so verschiedenste Szenarien erzeugt werden. Durch diese zusätzlichen Lichteffekte kann das Skisprung-Erlebnis für den Zuseher vor Ort und vor dem heimischen Bildschirm noch intensiver und spektakulärer werden. C.D.