Gelb-schwarze Erfolgsbilanz in barocker Atmosphäre

Szklarska Poreba - Der zweite Abend beim Forum Nordicum steht traditionell ganz im Zeichen von Fischer Sports. Und wenn Tanja Winterhalder & Ihr Team einladen, dann werden Maßstäbe gesetzt. Das Schlosshotel Wernersdorf Palac Pakoszów, ein beeindruckender barocker Landsitz aus dem frühen 18. Jahrhundert, war außen wie innen eine Augenweide, doch so schön die bemalten Stuckwände auch strahlten, sie konnten die Journalisten nicht von der kurzweiligen Präsentation ablenken.

Tanja Winterhalder und Fischer-Rennleiter Gerhard Urain präsentierten für den vergangenen Winter eine makellose Saisonbilanz in gelb-schwarz: Sechs der sieben großen Gesamtweltcupkugeln gingen in den Besitz von Fischer-Athleten über, ebenso wie zehn der dreizehn kleinen Kristallkugeln für den Sieg in den diversen Disziplinen-Weltcups. In den Nordischen Disziplinen waren 70 Prozent der Athleten auf dem Podium mit Fischer Ski und 56 Prozent zusätzlich mit Fischer Schuhen erfolgreich. Zum sechsten Mal in Folge ging Fischer damit als erfolgreichste nordische Ski- und Schuhmarke aus dem Weltcupwinter hervor. Auch bei den beiden Weltmeisterschaften kam niemand an Fischer vorbei: Neben sämtlichen Einzelweltmeistern von Falun (SWE) und zahlreichen Medaillengewinnern von Kontiolahti (FIN), vertrauen auch die Sieger von Vasalauf und Birkebeinerrennen auf Fischer.

Doch nach dem Winter ist vor dem Winter, und so erklärte Gerhard Urain, dass man im Skilanglauf beispielsweise an Material tüftle, das den Anhängern des Doppelstockschubs entgegenkomme. Er selbst mag die Ästhetik des klassischen Skilanglaufs lieber, aber solange es keine Regularien seitens der FIS gibt, wird sich der Doppelsstockschub-Trend weiter fortsetzen. Die Fischer-Athleten haben jedenfalls klare Vorstellungen davon, was das Material dann leisten muss.

Im Gegensatz zu den Vorjahren waren diesmal zwar keine aktiven Athleten anwesend, aber mit Gerhard Thaller, dem langjährigen Rennleiter bei Fischer, zog Tanja Winterhalder ein echtes Ass aus dem Ärmel. Anhand alter Fotos kramte Thaller nicht nur in wintersportlichen Erinnerungen, sondern präsentierte gemeinsam mit seinem früheren Kneissl-Konkurrenten Kurt Matz charmant und kurzweilig eine Einführung in die Anfänge des Sponsorings im nordischen Skisport. Dabei wurde deutlich, dass Fischer seit der Gründung 1924 nicht nur für Innovation und neueste Technologien steht, sondern offensichtlich auch für besonders kreative Marketingaktionen, heute in Fachkreisen ‚Guerilla Marketing‘ genannt.

Heike Gruner