FN-Premiere zum 150jährigen Postkartenjubiläum

Auch nach 40 Jahren gibt es beim Forum Nordicum noch Überraschungen. Was jahrelang nur „Spinnerei“ unter einigen FN-Mitgliedern war, wurde nun endlich wahr:

Die eigene Postkarte mit Sonderbriefmarke! Dabei handelt es sich um eine „Pluskarte Individuell“ der Deutschen Post, die extra für das 40. Forum Nordicum in Antholz gestaltet und produziert wurde. (Für Nachahmer: shop.deutschepost.de )    

 

 

(Abbildung 1 Erinnerungspostkarte)

 

Auf dieser Erinnerungs-Postkarte zum diesjährigen 40. Forum Nordicum ist ein Foto des malerischen Antholzer Biathlonstadions in 1600 m Höhe zu sehen, wo vom 12.- 23. Februar 2020 bereits zum sechsten Mal Biathlon-Weltmeisterschaften ausgetragen werden. Auf der Briefmarke sind die inzwischen leider schon verstorbenen Gründerväter des Forums abgebildet.

Denn entstanden war die Idee zu dieser Veranstaltung 1980 am Rande der Holmenkollen-Ski-Spiele in Oslo, als sich die drei Berichterstatter  Willy Ahstl aus Österreich sowie die beiden Deutschen Werner Kirchhofer und Bruno Morawetz, intensiv Gedanken um die Verbesserung der Arbeitsbedingungen von schreibenden Journalisten im Nordischen Skisport machten. Noch im selben Jahr traf man sich im österreichischen Ramsau zum 1. Forum Nordicum. 

 

Für den ehemaligen ZDF-Fernsehjournalisten Bruno Morawetz (auf der Briefmarke rechts) ist es in diesem Jahr bereits die zweite sportphilatelistische Ehrung. Im Mai war ihm mit seinem berühmten Reporter-Ausruf beim 15 km Langlaufwettbewerb bei den Olympischen Winterspielen 1980 in Lake Placid – „Wo ist Behle“ – schon ein „Briefmarken-Denkmal“ gesetzt worden.

 

Unsere Forum-Nordicum –Erinnerungspostkarte, die sich in Antholz großer Nachfrage erfreute, ist die jüngste deutsche Postkarte mit einem sportlichen Motiv.

 

 

Die älteste Sportganzsache der Welt ist eine Postkarte der 1.Privat-Stadtbrief- und Paket-Beförderung F.K. Wellendorf in Erfurt, die im Dezember 1890 auf Rechnung des Zentralausschusses des XIII. Mitteldeutschen Bundesschießens 1891 hergestellt wurde.

 

Die Widerstände gegen die Einführung dieser neu modischen Erfindung waren damals sehr groß. Sie läute das Totenglöckchen für den Brief. Sie sei etwas für Faulenzer, die keine Lust auf lange Texte hätten und vor allem, für jedermann mitlesbar!

 

Allen Unkenrufen zum Trotz, 1869 wurde die erste Postkarte in Österreich verschickt. Deutschland folgte erst ein Jahr später, obwohl Heinrich von Stephan ein früher Verfechter des Formats war.

Der Generalpostdirektor des Deutschen Reichs schlug bereits bei einer Postkonferenz im Jahre 1865 die Einführung eines offenen Postblatts vor; sein Vorschlag  wurde damals allerdings als „unanständige Form der Mitteilung“ verworfen.  Die österreichisch-ungarische Postverwaltung griff jedoch die Idee wieder auf, führte vier Jahre später die „Correspondenz-Karte“ ein und markierte damit den Beginn eines neuen Kommunikationsmediums.

 

 

Die erste offizielle Postkarte der Welt wurde am 1. Oktober 1869 von Perg nach Kirchdorf verschickt.

In Deutschland wurde die Postkarte, wie zuvor in Österreich, zum Bestseller. Bereits im Jahr 1900 wurden eine Milliarde Exemplare versendet, die Hälfte davon Ansichtskarten. Darunter auch einige mit interessanten sportlichen Motiven.

 

Im Ersten Weltkrieg ergoss sich eine Flut von zehn Milliarden Feldpostkarten in deutsche Briefkästen. In den 50er- bis 80er-Jahren beförderte die Deutsche Bundespost jährlich stabil um die 900 Millionen Stück. Auch in der DDR erfreuten sich Ansichtskarten großer Beliebtheit. In den letzten Jahren ist die Postkarte allerdings – vor allem aufgrund elektronischer Konkurrenz durch WhatsApp, SMS, Facebook & Co. – im Sinkflug begriffen. Heute sind es nur noch rund 200 Millionen Karten, die von der Post jährlich befördert werden.

 Autor: Klaus-Jürgen Alde)

 

PS: Wer mehr über Sportphilatelie sowie Geschichte und Geschichten von Sportbriefmarken erfahren möchte, der kann dies über folgenden Link:

 www.sportbriefmarken.worldpress.com